Telematik-Infrastruktur besteht mit digitalisiertem Impfzertifikat die Feuertaufe

Apothekerkammer Nordrhein stellte tausende HBA & SMC-B aus und bereitete damit die technische Basis für E-Rezept und digitale Angebote

Düsseldorf. Die Digitalisierung im Gesundheitswesen schreitet voran, die Telematik-Infrastruktur ist für das E-Rezept in Zukunft eine wichtige technische Voraussetzung. Ihre Feuertaufe hat die neue Technik, mancher Unkenrufe zum Trotz, bei der Ausstellung digitaler Impfzertifikate in vielen Apotheken im Kammerbezirk mit Bravour bestanden. Dieses Fazit zieht Dr. Armin Hoffmann, Präsident der Apothekerkammer Nordrhein. „Bis heute haben wir mehr als 1.762 Heilberufsausweise (HBA) an unsere Kammerangehörigen ausgestellt und damit die technische Voraussetzung geschaffen, um sich in der digitalen Welt zu legitimieren.“ 2.014 der über 2.100 öffentlichen Apotheken im Bezirk der AKNR verfügen auch bereits über die Secure Modul Card für Betriebsstätten, kurz SMC-B, die ebenfalls nötig ist, um authentifiziert und sicher kommunizieren zu können.

Die guten Quoten hatte die Kammer vor allem erreicht, weil eigentlich im Juli die Testphase für das neue E-Rezept bundesweit hätte starten sollen. Nun wird nur in einzelnen Bundesländern getestet und NRW ist nicht dabei. „Umso erfreuter waren wir, dass der elektronische Heilberufsausweis und die SMC-B nun für die Anbindung der Apotheken an die Server des Robert-Koch-Instituts genutzt werden konnten“, berichtet Dr. Armin Hoffman. Es sei zwar richtig, dass es am 14. Juni zu einem ruckeligen Start gekommen sei – dass sei bei einer solchen Neuerung aber praktisch abzusehen gewesen. „Deshalb hatten Kammern und Verbände in NRW ja auch vorab an die Menschen appelliert, nicht gleich am Montag die Apotheken zu stürmen.“

Bereits bei den Gratis-Masken im Dezember 2020 hatte es einen vergleichbaren Ansturm gegeben. „Die Apotheken haben unglaublich viel geleistet – und Millionen von Menschen mit kostenlosen Masken versorgt.“ Nun war erstmals das digitale Gesundheitsnetzwerk gefordert. Und das, obwohl die gelben Impfpässe genauso gültig sind wie der QR-Code auf dem Handy. „Insofern haben alle Beteiligten aus dieser Erfahrung wertvolle Erkenntnisse gewinnen können, die den Start des E-Rezepts erleichtern werden.“ Wir alle haben daraus gelernt, dass gerade in Start- und Umstellungsphasen Serverkapazitäten praktisch gar nicht groß genug dimensioniert sein können.

Die Feuertaufe, da ist sich Dr. Armin Hoffmann sicher, hat die Telematik-Infrastruktur jedenfalls mit Bravour bestanden. „Die Apotheke vor Ort ist auf die Herausforderungen der Digitalisierung bereits sehr gut vorbereitet, das hat die Ausstellung der digitalen Impfzertifikate gezeigt.“

Quelle: Pressemitteilung der Apothekerkammer Nordrhein vom 15.06.2021

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